08.11.2021

Wittener Preis für Gesundheitsvisionäre 2021

Mit dem Preis für Gesundheitsvisionäre zeichnet die Universität Witten/Herdecke digitale Innovationen im Gesundheitswesen aus. Der diesjährige Preis unter Schirmherrschaft von Minister Andreas Pinkwart ging an das Start-up Skinuvita für ein Heimtherapiesystem bei chronischen Hauterkrankungen.

Gebäudeansicht Uni Witten/Herdecke
©Universität Witten/Herdecke

Für besonderes Engagement gegen chronische Hautkrankheiten wurde das Start-up Skinuvita mit dem Wittener Preis für Gesundheitsvisionäre der Universität Witten/Herdecke ausgezeichnet. „Die Fokussierung auf ein echtes Problem vieler Patientinnen und Patienten, die digitale Innovationskraft und der Nachhaltigkeitsaspekt haben besonders überzeugt“, lobte Professorin Sabine Bohnet-Joschko, Inhaberin des Lehrstuhls für Management und Innovation im Gesundheitswesen, stellvertretend für die Jury. Zwei weitere Start-ups erhielten ebenfalls ein Preisgeld für ihre Konzepte.

Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Preis unter Schirmherrschaft von Professor Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, wird aus dem Förderkreis der Universität gestiftet und jährlich von Studierenden organisiert und moderiert.

Insgesamt acht Finalistinnen und Finalisten waren im Pitch-Wettbewerb gegeneinander angetreten, um ihre innovativen Präventions- und Therapielösungen gegen chronische Krankheiten vorzustellen und die sechsköpfige Expertenjury aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesundheitsversorgung für sich zu gewinnen.

Die Bandbreite reichte von Schlafstörungen (Bodyclock), Hauterkrankungen (skinuvita), und Tinnitus (tinus), über Rheuma (Abaton), chronische Nierenerkrankungen (medipee) und Diabetisches Fußsyndrom (foot) bis hin zu Gehbehinderungen (Autak) sowie Multipler Sklerose und Krebs (fimo Health). Passend zum diesjährigen Thema des Wettbewerbs „Fighting Chronic Diseases“ hatte das studentische Organisationsteam aus Medizin, Psychologie und Betriebswirtschaftslehre einen Boxring für die Pitches aufgebaut.

Folgende Start-ups konnten die Jury am Ende überzeugen und steigen damit auf das Siegerpodest:

Mit einem digitalen Heimtherapiesystem für Menschen mit chronischen Hauterkrankungen, welches eine sichere und effiziente Phototherapie in den eigenen vier Wänden ermöglicht, erhält das Start-up Skinuvita den ersten Platz und ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. Mehr Infos: www.skinuvita.de

Mit einer Technologie für eine innovative Einschlafhilfe bei Tinnitus gewann das Start-up Tinus den mit 3.000 Euro dotierten zweiten Platz. Tinus hat zum Patent angemeldete Technologie entwickelt, die eine Übertragung von Musik und Klängen mit Hilfe von Vibration und Körperkontakt über ein Kissen ermöglicht. Mehr Infos: www.tinus.one

Der mit 1.000 Euro dotierte dritte Platz geht an Medipee für die Digitalisierung von Urinanalysen an jedem Ort. Die Urin- oder Harnanalyse gehört seit jeher zu den grundlegenden Diagnosemitteln der Medizin. Vor allem bei Erkrankungen der Nieren und der ableitenden Harnwege ist die Urinanalyse unverzichtbar. Durch die digitale Urinanalyse können Krankheitsbilder schneller erkannt und damit besser behandelt werden. Mehr Infos: www.medipee.com

Minister Pinkwart betonte den Stellenwert digitaler Innovationen im Gesundheitswesen

Prof. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, stellte als Schirmherr des Preises die Bedeutung innovativer Lösungsansätze im Kampf gegen chronische Krankheiten heraus: „Digitale Innovationen sind ein Wachstumstreiber für die gesamte Gesundheitswirtschaft und ergänzen die Versorgung durch digitale und individualisierte Angebote“, so der Minister. „Ich freue mich, dass die Universität Witten/Herdecke in diesem Jahr bereits zum siebten Mal den Wittener Preis für Gesundheitsvisionäre vergibt und zukunftsweisende Projekte auszeichnet.“

Pressemitteilung der Universität Witten/Herdecke

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